31.01.Wegfall der Grundschulempfehlung zum Schuljahr 2012/2013

Die grün-rote Landesregierung hat sich vorgenommen eine gerechtere Bildungspolitik zu gestalten. Dazu gehört das ganze Spektrum – von den ganz Kleinen im Kindergarten, über die Schülerinnen und Schüler, bis hin zu unseren Studenten an den Hochschulen.

Mit Regierungsantritt haben wir im Sinne einer neue Bildungspolitik den “Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung” zum Schuljahr 2012/13 beschlossen und umgesetzt.

 

Bisher galt in unserem Land die Regelung, dass Grundschüler je nach ihrem Notenschnitt in Deutsch und Mathematik der Haupt-/Werkrealschule, der Realschule oder dem Gymnasium zugewiesen wurden. In vielen Gesprächen mit Bürger und Bürgerinnen in meinem Wahlkreis, aber auch mit Freunden habe ich mitbekommen, welcher Leistungsdruck für die Kinder dadurch entsteht. Klar ist auch, dass es durch die frühe Aufteilung zum dreigliedrige Schulsystem zu Bildungsbenachteiligungen in Familien kommt, die über geringe soziale und finanzielle Ressourcen verfügen, da sie ihre Kinder beispielsweise nicht so stark fördern können.
Mit einem neuen Gesetz haben wir entschieden, dass vom Frühjahr an die Eltern im Land das letzte Wort darüber haben werden, welche weiterführende Schule ihr Kind nach den Sommerferien besuchen soll. Ich bin davon überzeugt, dass die Eltern mit der Entscheidung behutsam umgehen werden und Beratungsgespräche mit den Lehrern ein neues Gewicht bekommen. Für mich ist aber auch klar, dass durch den Wegfall der verpflichtenden Grundschulempfehlung mehr Gelassenheit an den Grundschulen einkehren und der Notendruck spürbar nachlassen wird. Nicht zuletzt entwickeln Schüler in einer positiven Schulatmosphäre selbstständig ausreichend Motivation, um erfolgreich zu lernen.


Zurück zur Übersicht