Landtagsabgeordneter Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr zeigt sich beeindruckt vom Rollstuhlhersteller Sunrise Medical in Malsch

20.03.2013

IMG_0559Sunrise Medical, Marktführer in der Entwicklung, Produktion und im Vertrieb von manuellen Rollstühlen, Elektrorollstühlen, Elektromobilen, Sitz- und Positionierungssystemen sowie Produkten zur häuslichen Pflege war Ziel eines Besuchs des Landtagsabgeordneten Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr am 11.3. Gemeinsam mit Peter Gänzler von den Grünen Malsch und Ralf Frühwirt von der Kreistagsfraktion der Grünen traf er sich mit Geschäftsführer Klaus Appel und Personalleiter Matthias Mohr, sowie dem Geschäftsführer von Südwestmetall zunächst im Ausstellungsraum, wo die gesamte breite Palette vom Standardrolli über die besonders leichten und leicht zu handhabenden Aktivmodelle, Elektrorollstühlen mit verschiedenen Spezifikationen, bis hin zu den auch in Heidelberg immer wieder zu bewundernden dreirädrigen Handbikes für Sportler präsentiert wird.

Die technische Seite der anspruchvollen Geräte erläuterte Produktionsleiter Holger Erhart. Der mit nur 6,5 kg Gewicht weltweit leichteste Rollstuhl, der Helium, kann im Malscher Werk genauso auf persönliche Wünsche hin gebaut werden, wie die E-Rollstühle der Quickie-Serie.

Anschließend begab man sich in die weitläufigen Produktionshallen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter entwickelt haben, seit das Unternehmen Sopur als „Garagenunternehmen“ 1978 in Malsch gegründet wurde. 1992 wurde Sopur dann von Sunrise Medical, einem der weltweit führenden Hersteller von Rehabilitations- und Pflegeprodukten übernommen. Heute ist der deutsche Standort von Sunrise Medical in Malsch die weltweite Konzernzentrale.

Bei der Führung, die sich am Fertigungsprozess der Rollstühle orientierte, wurde schnell deutlich, dass hier keine Fließbandproduktion statt findet, sondern dass hier eher im Stil einer klassischen Manufaktur gearbeitet wird. Schweißroboter, wie man sie aus der Automobilfertigung kennt, kommen hier alleine deshalb nicht zum Einsatz, weil kaum ein Rolli exakt wie der andere ist. Ob Höhe, Breite, Tiefe des Sitzes, die Länge der Rückenlehne, u.s.w., all dies wird individuell gefertigt und in über 30 Farben angeboten.

Nach der Vorfertigung und der Farbbeschichtung wird in der Endmontage jeder Rolli von einem Mitarbeiter fertig gestellt. Das sichert durch die Verantwortungsübernahme eine gleichbleibend hohe Qualität, die natürlich zusätzlich durch das betriebsinterne Controlling verstärkt wird.

Schmidt-Eisenlohr zeigte sich beeindruckt von den hocheffizienten Betriebsabläufen innerhalb der Produktion und Logistik, war er doch selbst Jahre lang als Berater in der Branche tätig. „Ich fühle mich sehr an eines meiner letzten Beratungsprojekte erinnert, bei dem ich Logistikabläufe mit RFID-Technolgie optimieren durfte,“ so der Abgeordnete.

„Inwiefern beeinflusst der Trend zu verstärkter Integration von Menschen mit Behinderung ihr Geschäft“, war eine der vielen Fragen, die Dr. Schmidt-Eisenlohr an die Vertreter des Unternehmens richtete. In Europa besteht ein langsames aber stetiges Wachstum, das sicher auch der Tendenz zu einer besseren Integration zu verdanken ist. Allerdings ist hier noch viel zu tun, um auch von baulicher Seite die Voraussetzungen für eine verbesserte Mobilität von Menschen mit Behinderung zu schaffen.

Am Schluss wandte sich die Diskussion dann der Thematik des Fachkräftemangels zu. Auch Firmen wie Sunrise Medical müssen hier immer stärkere Anstrengungen unternehmen, kompetente MitarbeiterInnen zu gewinnen. Hier spielt dem Malscher Unternehmen allerdings seine gute Mitarbeiterbindung positiv in die Karten. Viele Menschen sind schon sehr lange im Unternehmen und die Fluktuation ist äußerst gering.

Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr zeigte sich hoch erfreut, dass sich solche innovativen und leistungsfähigen Unternehmen im Wahlkreis weiter entwickeln. Dies zeige auch, dass die Metropolregion nach wie vor ein attraktiver Standort ist.