Begehung des Hochwasserrückhaltebeckens in Gauangelloch und des Leimbachs in St. Ilgen mit Umweltminister Franz Untersteller

27.02.2016

kai-schmidt-eisenlohr_Hochwasserrueckhaltebecken_IMG_3841Das Hochwasserrückhaltebecken nördlich von Gauangelloch ist eine wichtige Maßnahme, um die Unterlieger vor den zunehmenden Hochwassergefahren zu schützen. Gleiches gilt für die Renaturierung und Tieferlegung des Leimbachs in Bezug auf St. Ilgen. Über beide Maßnahmen informierte sich Landesumweltminister Franz Untersteller bei einer gemeinsamen Begehung mit MdL Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr und dem Leimenr OB-Kandidaten Sahin Karaaslan am 24.2.

„Hochwasserschutz ist eine der wesentlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die Landesregierung hat hier schon große Schritte unternommen“, so Kai Schmidt-Eisenlohr.

Was der Klimawandel gerade für Leimen bedeutet wurde bei der Begehung mit Minister Untersteller und Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr deutlich. Am Hochwasserrückhaltebecken in Gauangelloch erläuterte der technische Geschäftsführer des AHW Herr Zöllner, dass Baden-Württemberg 2013 als Elbe und Donau über die Ufer traten nur knapp einer Katastrophe entgangen ist, und dass das Becken in Gauangelloch bereits ein 50jähriges Hochwasser erlebt und bewältigt hat.

Minister Untersteller erläuterte die Veränderungen in der Finanzierung des Hochwasserschutzes seit der Übernahme der Regierungsverantwortung durch Grün-Rot. Zunächst wurden die Mittel von 25 Mio. auf 53 Mio. aufgestockt und damit mehr als verdoppelt. Außerdem wurde entschieden, diese wichtige Aufgabe nicht mehr aus dem Haushalt zu finanzieren, sondern den Wasserpfennig dafür zu verwenden. Vorteil ist, dass dieser große Posten im Etat des Ministeriums seither nicht mehr als finanzieller Steinbruch verwendet werden kann, sondern unabhängig von konjunkturellen Schwankungen stabil bleibt.

Von Gauangelloch begab sich die Gruppe dann nach St. Ilgen, um Nahe des Hauffweges die Planungen zur Renaturierung des Leimbachs zu diskutieren. Unter anderem auch mit Simone Janas vom NABU, denn der Umweltverband begleitet die Planungen aus Naturschutzsicht.

kai-schmidt-eisenlohr_Hochwasserrueckhaltebecken_IMG_3831„Aufgrund des Klimawandels müssen wir künftig mit mehr Niederschlägen im Winter rechnen, und die werden mehr als Regen, denn als Schnee kommen“, wieß der Minister auch an dieser Stelle auf die Dringlichkeit der Maßnahmen hin.

Simone Janas erläuterte die Vorhaben am Leimbach zwischen Nußloch und Sandhausen, wo die Sohle um bis zu 1,5 Meter abgetragen werden soll, damit werden die unnatürlichen Wälle überflüssig und der Bach damit wieder erlebbar. Die Hochwassergefahr wird durch Retentionsflächen z.B. in Nußloch weiter reduziert, wobei sie betonte, dass weitere Flächen aus Sicht des Naturschutzes durchaus erwünscht sind.

„Am Beispiel des Hochwasserschutzes sehen wir, welche Kosten durch den Klimawandel heute schon auf uns zukommen“, so Dr. Schmidt-Eisenlohr. „Umso wichtiger, ist es, dass wir uns engagiert daran machen den weiteren Klimawandel aufzuhalten.“